„Es war ein Sinti und Roma.“ Workshop zum sicheren Umgang mit der größten Minderheit Europas für Medienschaffende

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 6. April 2017, 12:00 – 18:00 Uhr
  Maxim Gorki Theater | Hinter dem Gießhaus 2 | 10117 Berlin

„Es war ein Sinti und Roma.“
Sicherer Umgang mit der größten europäischen Minderheit in der Berichterstattung

Workshop für Journalist_innen, Autor_innen und Medienschaffende

Sinti und Roma sind immer wieder Gegenstand der Berichterstattung. Ob im Zusammenhang mit der Migration aus neuen EU-Ländern nach Deutschland, mit Kriminalität oder im Zusammenhang mit Kulturveranstaltungen: Selbst in gut recherchierte Medienbeiträge schleichen sich oft stereotype Bilder, Ungenauigkeiten und Fehler ein. Sobald es um die größte Minderheit in Europa geht, ist es scheinbar leicht, ins Fettnäpfchen zu treten.

Im Rahmen der öffentlichen Kampagne #YOEUROMA, die rund um den Welt-Roma-Tag vom 1. bis zum 8. April 2017 in Berlin stattfindet, bieten wir daher einen kostenlosen Workshop für Journalist_innen an. Dabei besprechen wir unter anderem:

·         Wie geht man am besten mit der Doppelbezeichnung „Sinti und Roma“ um und warum wird sie häufig falsch verwendet?
·         Was ist der Unterschied zwischen Sinti und Roma? Und unterscheiden sich „die Sinti und Roma“ von „allen anderen“?
·         Welche medialen Mechanismen bewirken möglicherweise eine Reproduktion von Stereotypen und wie kann ich sie vermeiden?
·         Welche Gefahren gibt es bei Pressefotografien und Archivmaterial?
·         In welchen Fällen ist es angebracht auf eine Minderheitenzugehörigkeit hinzuweisen und in welchen Fällen nicht?

Mit unserem Weiterbildungsangebot reagieren wir auch auf die vielen Anfragen, die wir immer wieder von Medienschaffenden bekommen. Neben einer kurzen Einführung in das Themenfeld werden unterschiedlichste Fallbeispiele besprochen und diskutiert. Dabei steht immer die Frage im Raum, wie eine nicht-stereotype, minderheitensensible und diskriminierungsfreie Berichterstattung aussehen kann.

Der Workshop wird geleitet von Markus End, Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover und Doktorand an der Universität Bielefeld, seit 2016 Vorsitzender der Gesellschaft für

Antiziganismusforschung. 2014 erschien seine Studie zu Antiziganismus in den Medien, „Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit. Strategien und Mechanismen medialer Kommunikation“: http://www.sintiundroma.de/fileadmin/dokumente/publikationen/extern/2014StudieMarkusEndAntiziganismus.pdf

Die Teilnahme ist kostenfrei und mit vorherigen Anmeldung unter info@romatrial.org oder der Telefonnummer 0160 499 0175 möglich.

Maximale Anzahl der Teilnehmenden: 15.

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Interkulturelle Projekte.